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Erfassung der Zeugnisse der Braunkohleindustrie



Medieninformation

Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

 

 

Projekt zur Erfassung der Zeugnisse derBraunkohleindustrie im Lausitzer und MitteldeutschenRevier gestartet

1. Korrektur

 

Die Bundesregierung hat im August 2020 das StrukturstärkungsgesetzKohleregionen verabschiedet. Dieses hat das Ziel, die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen zu fördern und den dortigenStrukturwandel zu begleiten.

 

Vor diesem Hintergrund führen das Landesamt für DenkmalpflegeSachsen (LfD) und das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) einzweijähriges interdisziplinäres Erfassungsprojekt in den beiden sächsischenBraunkohlerevieren durch. Das Untersuchungsgebiet umfasst für dasLausitzer Revier die Landkreise Bautzen und Görlitz und für dasMitteldeutsche Revier die Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie dieStadt Leipzig. Von Juni 2021 bis Juni 2023 wird die bergbaubedingteKulturlandschaft mit ihren prägenden materiellen Zeugnissen erfasst.Diese sollen dann als Grundlage für Konzepte zur Nachnutzung derAnlagen dienen, um das industriekulturelle Erbe Sachsens zu erhalten. DasProjekt wird vom Bundesministerium für Kultur und Medien finanziert underfolgt in Kooperation mit den gleichzeitig stattfindenden Erfassungen inden Braunkohlerevieren in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.


Das Projekt beinhaltet die beschreibende, fotografische undkartographische Erfassung sowie die kulturhistorische Bewertung vonbaulichen und technischen Zeugnissen, die in unmittelbarem odermittelbarem Zusammenhang mit der Kohle- und Energieindustrieentstanden und die Entwicklung der Region nachhaltig prägen.Alle baulichen und technischen Zeugnisse dieses Wirtschaftszweigeswerden untersucht: von den Tagebauen mit ihren Tagebaugroßgeräten,Abraumhalden und Anlagen der Wasserhaltung bis zu den Kraftwerkenund anderen Anlagen der Stromerzeugung und -verteilung, von der
Braunkohleveredelung, also der Brikett-, Kohlestaub- und Koksherstellung bis zu den hierfür erforderlichen Transporteinrichtungen auf Schienen oder Straßen. Aber auch der Werkssiedlungsbau, Verwaltungs- und Kulturbauten
sowie die Entwicklung des geografischen Raums in Folge der Devastierung berücksichtigt werden.

 

Standorte der Projektarbeit sind:
• für das Lausitzer Revier der Standort Weißwasser,
Projektleiterin des fünf Mitarbeiter umfassenden Teams ist Frau Nora Wiedemann.
• für das Mitteldeutsche Revier der Standort Borna

Projektleiter des sechs Mitarbeitumfassenden Teams ist Herr Dr. Nils Schinker.

 

Hinweisen zu relevanten Objekten, Ansprechpartnern vor Ort und
Literaturempfehlungen nehmen die Projektleiter gern entgegen
oder 0173 70 41 317 (Lausitzer Revier) und oder 0173-7041364 (Mitteldeutsches Revier).

Weitere Informationen

Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

26. 10. 2021 - 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

 

28. 10. 2021 - 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

 

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